| Ludacris
Sein neues Album "Release Therapy" ist draußen, für euch jetzt erhältlich!
"Musiktherapeutische Praxis Ludacris"
Ludacris hat sein neues Album "Release Therapy" genannt, weil er weiß, was normale Leute alles in ihrem Alltagsleben durchmachen müssen. Mit seinem Album sollen sie das mal loslassen können. Es soll sie in ihrem Alltag ein bisschen therapieren. Musik ist Therapie.
„Ich werde jetzt hier nicht lügen, ich habe genug Fehler gemacht“ erzählt Ludacris. „Ich kenne den Erfolg, aber ich kenne auch Kummer und gegen-den-Strom-schwimmen. Die Balance zwischen diesen beiden Polen ist die Basis meiner neuen Platte. Zuerst dachte ich daran, ein Doppelalbum zu machen {á la Outkasts „Speakerboxxx/The Love Below}. Aber am Ende ist es echter, diese Dualität auf einer einzigen CD zu vereinen.“
Fans, erschreckt nicht! Natürlich bringt Ludacris´ Humor auch Leichtigkeit auf die Disc. „Ich zeige mich als die komplexe Person, die ich bin“, kommentiert er, „und das ist eine Balance zwischen vielen Dingen. Andere Rapper sind da zu eindimensional. Ich arbeite ständig daran, immer dreidimensionalere Geschichten zu erzählen und ich hoffe, das kommt auf dem neuen Album durch.“ Etwa auf dem Knasttrack „Do Your Time“, den er mit Bennie Segal, C-Murda and Pimp-C schrieb. Oder dem Heavy Metal-beeinflussten „Slap“, auf dem die Reime wie Faustschläge gegen Mauern knallen.
Wie jeder Rapper seines Ranges hat er auf diesem Album viele Freunde vereint.
Es sind natürlich nur die Besten. Am Mischpult: The Neptunes, Der & Vidal, Polow Da Don, The Runners und Kenjo. Am Mikrophon sind neben Diva Mary J. Blige, Pharrell Williams, Young Jeezy und R. Kelly die aufstrebenden Newcomer von seinem Disturbing Tha Peace-Label zu hören: Bobby Valentino, Shawnna, Shareefa & Field Mob. Auf der Vorabsingle „Money Maker“ wurde schon mal Kollege Pharrell aktiv: Er legte einen echten Neptunes-Beat unter das immer wieder schön-gerappte Thema von Frauen und Geld. Lange hatten die Fans auf das Wiedersehen gewartet. Die Neptunes produzierten bereits einen der ersten Ludacris-Hits: „Southern Hospitality“ vom regulären Debütalbum „Back For The First Time“ (2000). „Endlich konnten wir wieder Auge in Auge zusammenarbeiten. Mir reichte es langsam, die Beats von Pharrell immer nur per E-Mail zu bekommen“, pries Ludacris dem MTV-Reporter Shaheem Reid die Kollaboration an.
Dirrty Young Man
Christopher Brian Bridges, der sich seinen Künstlernamen in Anspielung an das englische Adjektiv „ludicrous“ (Deutsch: lustig, lächerlich) zulegte, ist ein Selfmademan im Rapgame. Gemeinsam mit Outkast und Goodie Mob gehört er (nach den Geto Boys und Scarface) zur zweiten Generation der Dirrty South Bewegung. Mit der Single „What´s Your Fantasy“hob er 2000 die Hip Hop-Spielart aus dem US-amerikanischen Süden aufs nächste Level. Zahlreiche Imitatoren übertrieben seinen Stil, kamen aber nie an ihn heran.
Im schnelllebigen Rapgame, in dem die meisten Künstler nicht über zwei Alben hinaus kommen, freut sich Ludacris, es schon auf fünf gebracht zu haben. Bis heute haben sich seine bisherigen vier Alben über zehn Millionen Mal verkauft. „Mit jedem Album werde ich aussagekräftiger, sicherer, persönlicher“, erzählt der Mann, der immer noch alle in Grund und Boden „flowt“. „Und ich traue mir zu, immer mehr über genau das zu rappen, was mir wichtig ist. Manche wird erstaunen, was ich auf dem neuen Album sage. Ich lasse los, ich lasse es raus. Es ist nicht gut, die Dinge in sich aufzustauen.“
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